Blogserie Gewaltfreie Kommunikation fürs Büro (2): Signalwörter für moralische Bewertungen und Beurteilungen erkennen

Im zweiten Teil dieser Blogserie geht es weiterhin um die Schlüsselunterscheidung

moralische Bewertung/Gedanken – Beobachtung/Wahrnehmung

Durch moralische Bewertungen und Beurteilungen vermischte Aussagen drücken wir das aus, was und wie wir über uns oder andere denken. Diese Form der Kommunikation erschwert die Verbindung zu mir selbst und auch zum anderen.

Es gibt Signalwörter, durch die Sie eine bewertende Aussage leicht erkennen und künftig vermeiden können, zum Beispiel:

 

„gut“, „schlecht“, „besser“, „schlechter“, „richtig“, „falsch“, „immer“, „nie“, „man“, „müssen“ oder „sollen“.

 

Immer macht sie das so

Eine Kundin erzählte mir, was sie schon häufiger mit einer ihrer Mitarbeiterinnen erlebt hat:

 

„Das ist immer das selbe mit Elisabeth. Wir bereiten eine Sitzung vor und sie kommt auch dazu. Aber dann verschwindet sie sofort und wir fangen an, die Tische und Stühle anzuordnen, Getränke bereit zu stellen und die Sitzung vorzubereiten. Dabei sollte sie uns helfen. Dann wenn alles fertig ist, kommt sie wieder und setzt sich an den „gedeckten“ Tisch.“ Wo sie in der Zwischenzeit war, das wissen wir nicht. Immer geht das so!“

 

Wie geht es Ihnen, wenn Sie das lesen?


Signalwörter erkennen

Achten Sie heute im Stillen für sich auf Signalwörter für moralische Beurteilungen oder bewertende Aussagen bei sich selbst oder in Aussagen von anderen Personen. Nehmen Sie diese zunächst wahr und richten Sie Ihren Fokus auf den Gebrauch dieser Worte.


In dem Beispiel meiner Kundin sind einige Beurteilungen und Bewertungen enthalten. Fallen Ihnen diese auf?


 

Welche Signalwörter kennen Sie? Schreiben Sie mir diese bitte in einen Kommentar. Sie unterstützen damit meine Leserinnen  und Leser und mich, achtsamer mit Sprache umzugehen. Vielen Dank.

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